Ätschivederci, Italien!
Ich weiß nicht, ob man sich über das Ausscheiden anderer Mannschaften bei einer WM freuen darf. Aber bei den Italienern ist das mit Sicherheit erlaubt.

Hier noch ein alter Song von der WM 2010. Passt aber trotzdem!
Ich weiß nicht, ob man sich über das Ausscheiden anderer Mannschaften bei einer WM freuen darf. Aber bei den Italienern ist das mit Sicherheit erlaubt.

Hier noch ein alter Song von der WM 2010. Passt aber trotzdem!
Mit Sonnenstrahlen wurden wir aus Kapstadt verabschiedet und wir stiegen voller Hoffnung in den Flieger nach Johannesburg, um den Gruppensieg perfekt zu machen.
Von unserer „WM-WG“ wurden wir am Airport in Empfang genommen und es ging zum Fußballschauen der Nachmittagsspiele zu unserem Fahrer „Papa“ in die Town Ships, ca. 5 km vom Stadion entfernt.
Hier sieht man, wie man mit einfachen Mitteln in kleinen Räumlichkeiten klar kommen kann.
Vor allem wurden wir auch hier mit einer Gastfreundlichkeit empfangen, wie man es sich nur wünschen kann.
Im Anschluss daran ging es für uns zum 2. mal in „Soccer City“. Es wurde wieder bitter kalt bis zum Anpfiff. Lt. Aussagen von Einheimischen, ist dies der kälteste Winter seit ca. 17 Jahren.
Das Spiel erwärmte uns dann nur wenig, so dass man froh sein konnte einen 1:0 Sieg und den Gruppensieg feiern zu können.
Die Laune war prächtig auf der Fahrt ins ca. 1 Std. entfernte Pecanwood. Zu Hause wurde dann noch das ein oder andere Bier auf das bevorstehende Achtelfinale getrunken.
Am Morgen danach war für alle ein „fußballfreier“ Tage (sprich ohne Live Besuche) angesagt und wir machten uns auf ins Apartheitmuseum nach Johannesburg. Ein „Muss“ in Südafrika.
Am Abend gab es dann nochmal die absolut überragend schmeckenden „Rips“ vom Schweizer um die Ecke.
Diese schmeckten doppelt gut, da die Italiener ausgeschieden sind!
Eion Pokerabend folgte, bevor es in die letzte Nacht im südafrikanischen Winter ging.
Ein Teil der „WM-WG“ machte sich früh am Morgen auf nach Durban zum Finale in der Brasilien-Gruppe.
Für uns 3 heißt es heute Abschied nehmen und wir sind gespannt, ob wir den ehemaligen Weltmeister Italien auf dem Airport treffen.
Schönes Wochenende!!
„Bafana Bafana“
Am Morgen nach der unnötigen Niederlage strahlte über Port Elisabeth trotzdem die Sonne und nach einem Frühstück in einem Cafe am indischen Ozean machten wir uns auf die Reise Richtung Kapstadt.
Es ging wiederum entlang des Ozeans durch malerische Landschaft. An der ehemals welthöchsten Bungee Sprunganlage (216 m) machten wir einen kurzen Zwischenstopp. (gesprungen ist von uns niemand) Das Ende der Etappe war dann in Mossel Bay, einem Surferort, erreicht. Wie auch in den anderen Küstenorten war hier eher weniger los, so dass sich nur ein paar Fußballfans verirrten. Die letzten Wellen des Tages nutzten trotz der kühleren, sonnigen Witterung ein paar Surfer nochmals aus, wie wir vom Restaurant bei einem Burger-Essen verfolgen konnten.
Das Abendspiel verfolgten wir dann in unserer „Backpackers“-Unterkunft. Das Zimmer mussten wir hier mit 5 Engländern teilen. Die Nacht glich hier einem Sägewerk. Die „Inselaffen“ haben hier wirklich alles gegeben.
Frühzeitig verliesen wir nach kurzem Frühstück das Surferparadies wieder Richtung Kapstadt. Über das kleine Städchen Hermanus kamen wir dem Tafelberg immer ein Stückchen näher.
Dort angekommen, machten wir uns umgehend auf, mit der Gondel auf ca. 1064 m ü. Meeresspiegel die Aussicht über Kapstadt und die Tafelberge zu genießen. Das Wetter tat das Übrige für ein wundervolles Panorama. Nachdem dieser Programmpunkt abgehackt war ging es zur Unterkunft „Klaus“ (let seit ca. 10 Jahren in Südafrika und war ehemals Student in Regensburg). Hier wurden wir zum ersten mal leichtsinnig und vergaßen unser Navi im Auto. Doch der Wächter, welcher für umgerechnet 5,- € das Auto die ganze Nacht bewachen sollte, machte uns darauf aufmerksam und so passierte auch hier nichts. Nachdem Abendessen in einem kubanischen Restauratnt in der Innenstadt, ging es zum Abfeiern ins angesagte Cafe „Caprise“. Wir dachten uns nach ca. 3.600 km haben wir uns das verdient.
Der Montag begann regnerisch und so machten wir uns erst 2 h vor Spielbeginn auf zum Stadion, um das 7:0 der Portugiesen gegen Nord-Korea zu verfolgen. Trotz schlechtem Wetter war die Hütte voll und es war echt gute Stimmung im Stadion, vor allem wenn Ronaldo am Ball war, kreischten die Mädls. Nach dem Spiel ging es zum Burgeressen in die Long-Street. Das Spanienspiel verfolgten wir dann in einer cubanischen Bar.
Am Morgen mussten wir feststellen, dass unser Auto aufgebrochen wurde. So machten wir dann auch mit der Polizeiwache Bekanntschaft. Alles relativ unspektakulär. Gegklaut wurde uns eigentlich nichts. Ein Schlafsack und eine Vuvuzella waren futsch. Am Flughafen Kapstadt tauschten wir dann das Auto und es ging zum Cap der guten Hoffnung. Das Wetter war (wie bestellt) wieder besser. Nach einem Mittagessen in einem Hafenstädtchen ging es noch auf den Markt in Kapstadt. Dieser war relativ leer, da „Bafana, Bafana“ zu dieser Zeit das letzte Gruppenspiel absolvierte.
Jetzt wird noch gegrillt, dann Fußballfinale Gruppe B und dann schlafen und fit sein für Morgen, das letzte Gruppenspiel der Deutschen in Soccer City.
Das Internet ist hier leider zu langsam, um Bilder anzufuegen.
„Bafana Bafana“
Wie im letzten Bericht bereits erwähnt, hat eine Kaltfront Südafrika im Griff. Temperaturen bis max. 10° Grad sind angesagt.
Auf unserer ca. 3 h stündigen Autofahrt war sogar auf den Bergspitzen Schnee zu erkennen. Durchwachsenes Wetter war den kompletten Tag geboten. Angekommen im „Addo“-Park, einem Nationalpark, etwas kleiner als der „Krueger“-Park“ bezogen wir unsere Zimmer, oder soll man besser sagen, den Kühlschrank. Heizung funktioniert so gut wie gar nicht,, was zur Folge hatte, dass wir den Toaster an die Küchentheke stellten und uns so wärmten. Dämmung und isolierte Fenster sind in Afrika eh nicht vorhanden.
Wir hielten uns gar nicht lange im Apartment auf, sondern zogen gleich los auf unsere kleine Safari.
Am ersten Tag machten wir auch gleich Bekanntschaft mit einem Elefant. Groß und mächtig trat er vor uns auf.
Am Abend war dann das 2. Spiel der „Bafana, Bafana“ angesagt. Angeschaut haben wir dies bei ca. 2-5° Grad dick eingepackt mit Decke, Mütze und Handschuh im dortigen „Fernsehraum“ (=Strohhütte). Wie auch die Temperaturen und das Wetter sollte sich dieses Spiel gestalten und nach dem 0:3 stehen die Gastgeber wohl vor dem Aus.
Nach einer fröstelnden Nacht machten wir uns als eine der Ersten auf in den Elefantenpark. Das frühe Aufstehen sollte sich lohnen, denn vom Büffel bis zur Elefantenfamilie, bekamen wir doch einen schönen Einblick in die Tierwelt Afrikas. Da schmeckte das Frühstück dann natürlich.
Nach einem langen Tag im Addo Park mit fast der gesamten afrikanischen Tierwelt haben wir nach einem Kudusteakessen nochmals ein Publicviewing in winterlicher Atmosphäre gegeben.
Am frühen Morgen des Spieltages (fr.) machten wir uns auf nach Port Elisabeth. Nach einer etwas abenteuerlichen Quartiersuche kamen wir in einer Jugendherberge unter. Ab ging es zum 2. Spiel der Deutschen.
Das Stadion ansich ganz o.k.! Auch hier in Sichtweite der Ozean. Sommerliche Temperaturen zur Spielzeit, somit wäre alles perfekt angerichtet gewesen!
Leider war das Glück an diesem Tag nicht auf unserer Seite, so dass das Spiel nicht mit Punktgewinn absolviert wurde. Das Spiel wurde mit 0:1 verloren.
Das 2:2 der Amis haben wir uns im Fanfest gegeben. Leider für diese Orga zu wenig Zuseher. Jetzt geht’s dann Abendessen.
Schöne Grüße in die Heimat und Daumen drücken für das Finale der Vorrunde in Soccercity!
Wir können hier auch nur von wirklicher Gastfreundschaft sprechen. Ein Beispiel: wir wurden heute von einem netten SA-Ehepaar zu 7 in einem normalen PKW zum Fanfest gefahren!!
Da wir wenig Zeit jetzt haben, gibt es Fotos in der kommenden Mail!
„Bafana Bafana“
Mittlerweile hat der „Winter“ Südafrika fest im Griff. Wie wir heute feststellen mussten, wurde aus unserem geplanten Strandtag in „Coffe Bay“ nichts und wir fuhren weiter nach East London.
Aber der Reihe nach zum letzten Bericht.
Am So. morgen machten wir uns auf für das Auftaktspiel der DFB-Elf gegen Australien. Vor uns lagen ca. 600 km bis Durban. Nach einem kurzen Stopp in Pietermaritzburg (wo unsere Unterkunft war) ging es weiter ins sommerliche Durban. Dort erwarteten uns angenehme Strandtemperaturen und eines der schönesten Stadien der Welt. Ein weiterer Vorteil dieser Spielstätte ist, dass es in Reichweite zum nahegelegenen Beach liegt. Nachdem wir unsere Steaks (ca. 9 €) genossen haben, ging es auf die Durbaner Flaniermeile, wo das Bier für ca. 1,70 € im Blickwinkel zwischen Ozean und Spielstätte zu genießen war.
Im Staddion angekommen, musste man auch feststellen, wie auch sonst im ganzen Land, dass etliche Dinge nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Aber diese Kleinigkeiten kann man auch vernachlässigen und sind nicht einer Rede wert.
Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten, stellten wir spätestens hier fest, dass wir deutlich in der Unterzahl zu den doch mehr als 10.000 Australiern waren. Geschätzt traten nur rund 2.000 Deutsche die Reise nach Südafrika an. Dass die aber auch das Bier wollen, merkte man im Stadion schnell, denn in der Kurve der deutschen Fans gab es weit vor der Halbzeit mal phasenweise keines dieser Getränke.
Durch die Vuvuzuella’s kam wohl auch der Support nicht so rüber. Aber bei einem Ergebnis von 4:0 ist das auch egal. Schade war hier nur, dass sich dien Mannschaft nur im Mittelkreis bei den mitgereisten Fans mit kurzem Klatschen bedankte.
Als eine der Letzten verließen wir das Stadion, fuhren wir mit drei Punkten im Gepäck zurück ins ca. 1 h von Durban entfernte Pietermaritzburg. Die Unterkunft „Bed and Brakfast“ war sicher gelegen und rundum in Ordnung.
Mit dem Frühstück im Bauch, verabschiedeten wir uns von den anderen und machten uns auf eine abenteuerliche Fahrt nach Port St. Johns auf. Kurzer Zwischenstop nochmals in Durban um ein Navi zu kaufen und los ging es. Die Gegend hier ist wunderschön und man bekommt Afrika spätestens hier zu Gesicht. Die Strecke führte uns durch die Berge entlang der Ozeanküste durch Dörfer und Städte, wo nur wir drei im Auto „Weiße“ waren. Keine Spur aber auch hier von Gewalt oder sonstigen Horrorgeschichten.
So war es auch die Folge, dass Port St. Johns nur durch eine Hand voll Touristen und Backpacker durch Einheimische bevölkert war. Das „PublicViewing“ in ca. 5 km Enfernung stellte sich als Reinfall raus, an dem hauptsächlich Polizisten und Ordner teilnahmen. So entschieden wir uns mit einem Hamburger Pärchen in einer Backpackers-Unterkunft das Unentschieden der Italiener reinzuziehen.
Die Unterkunft hier am Ozean war eher im alternativen Bereich anzusiedeln. Jetzt war auch die Zeit des Wetterumschwunges gekommen.
Durch die Tatsache, dass es doch eher kühl und windig (zum Teil auch regnerisch) geworden ist, entschieden wir uns für East London als nächste Zwischenstation. Das Hafenstädchen zwischen Durban und Port Elisabeth ist zu dieser Jahreszeit eher ruhig. Hier haben wir auch schnell eine „Bed and Brakfast“ Unterkunft gefunden die eher luxuriöser anzusiedeln ist. Jeder hat ein eigenes großes Zimmer zu geringeren Preisen wie in der Nacht zuvor.
Nach der ca. 3 stündigen Fahrt stärkten wir uns bei einem gedigenen Fischessen am Strand. Das Abendspiel verfolgten wir dann im Zimmer. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf Richtung „Addo“-Park. Hier mehr im kommenden Bericht.
„Bafana Bafana“
Nach dem großartigen Sieg bei der FIFA-WM 2010 in Südafrika unseres Nationalteams gegen die Aussis ist die internationale Presse sich einig und ziemlich beeindruckt von deren Leistung.
Doch zuerst, weils so schön war, eine Zusammenfassung des Spiels!
ITALIEN:
La Repubblica: “Tor-Maschine Deutschland. Australien bleibt nur das Zusehen. Die Australier sind in vier Jahren ziemlich gealtert.”
La Stampa: “Zu viel Deutschland. Die Deutschen geben der WM den ersten Stoß. Sie beherrschen das Spiel, aber Australien hat sich auch eilig ergeben. Ein multiethnischer Panzer mit vortrefflichen Füßen.”
Corriere della Sera: “Das neue Deutschland schickt die Fantasie an die Macht. Es war eine Show des Paares Müller-Özil. Löws Team erteilt Australien eine Lektion. Das junge Deutschland hat einen fantastischen Fußball gespielt, den bisher besten bei dieser WM.”
NIEDERLANDE:
Trouw: “Starkes Deutschland führt Australien vor.”
De Telegraaf: “Superstart für Deutschland.”
de Volkskrant: “Deutsche Stürmer toben sich nach Herzenslust aus.”
BELGIEN:
De Standaard: “Deutschland hat einem langweiligen Wochenende mit Toren Farbe verliehen.”
Het Laatste Nieuws: “Beeindruckende Deutsche zu stark für die Socceroos.”
FRANKREICH:
Le Parisien: “Seinen Status als Anwärter auf den Titel zu verteidigen ist nicht leicht bei der Weltmeisterschaft. Beim ersten Spiel in Durban hat die deutsche Nationalmannschaft abgesahnt. Mit ein bisschen mehr Einsatz hätte sie noch vier Tore schießen können.”
Libération: “Joachim Löw hat die zahlreichen Verletzungen genutzt, um die Mannschaft zu verjüngen und das Spiel zu ändern, das als unbeweglich galt. Die Deutschen überrollen alle, mit Özil als Drehscheibe, der nach allen Seiten Raketen abschießt.”
Le Figaro: “Deutschland hat wie üblich einen Auftritt ohne Patzer hingelegt.”
SCHWEDEN:
Aftonbladet: “Die jüngste WM-Elf hat noch längst nicht alles gezeigt. Aber mehr als alle anderen. Deutschland wird noch andere Mannschaften als Australien demütigen.”
Expressen: “Plötzlich sind die Deutschen Titelfavorit. Habt ihr auch alle gesehen, wie fantastisch Özil, Khedira und Müller aufgespielt haben? Und Klose führte die WM in eine höhere Klasse.”
DÄNEMARK:
B.T.: “Traumstart für Deutschland. Klose hat gezeigt, dass er ein ausgeprägter Turnierspieler ist.”
Ekstra Bladet: “Das deutsche Angriffsorchester spielte mit voller Besetzung. Bisher war die deutsche Adelsmarke die Fähigkeit zu Erfolg ohne Schönheit. Was soll nur werden, wenn es jetzt auch noch Spaß macht, den Germanen zuzuschauen?”
SCHWEIZ:
Blick: “Jogi Löws junge Truppe feiert ein Schützenfest gegen Australien. Spätestens seit gestern ist klar: Auch bei dieser WM muss man mit den Deutschen rechnen!”
Neue Zürcher Zeitung: “Deutschland demontiert Australien. Ist eine deutsche Nationalmannschaft jemals spielerisch überzeugender in ein Turnier gestartet?”
Basler Zeitung: “Die Deutschen spielen Zauberfußball. Im Gegensatz zu anderen großen Nationen zog die DFB-Mannschaft ihre Taktik konsequent durch, erwies sich als ballsicher und kreativ.”
SPANIEN:
Sport: “Deutschland zeigt sich so überwältigend wie immer, aber mit einem Fußball, der seit vielen Jahren nicht mehr zu sehen war.”
As: “Deutschland ändert seinen Stil um den Spielmacher und ist bereits Titelkandidat. Özil hat bei Deutschland viel verändert.”
Marca: “Mit Özil fliegen die Deutschen mit schwindelerregender Geschwindigkeit. Sie zeigen, dass sie voll in Form sind.”
El País: “Deutschland hat wunderbar begonnen.”
SÜDAFRIKA:
The Star: “Deutscher Blitzkrieg versenkt die Socceroos.”
Citizen: “Deutschland macht Ernst! Die Deutschen beginnen ihre WM mit Macht.”
Sowetan: “Socceroos wurden zerfetzt.”
GROßBRITANNIEN:
Daily Telegraph: “Es ist Zeit, die Klischees zu verbannen und die Stereotypen über den deutschen Fußball dem Mülleimer der Geschichte anzuvertrauen. Ja, dieser Auftritt war effizient, gut organisiert und ziemlich mitleidslos. Aber er war auch geprägt von Flair, Unvorhersehbarkeit und jugendlicher Lebenslust.”
The Times: “Umso mehr sich Deutschland verändert, desto mehr Dinge bleiben gleich. Während das Resultat so vorhersehbar war, wie es die Stereotypen vorschrieben - aber die Art dieses exquisiten Sieges war es überhaupt nicht. Es waren die Deutschen, aber nicht, wie wir sie kennen.”
The Guardian: “Man neigte früher dazu, Deutschland als “effektiv”, “roboterhaft” und sogar “verdrießlich” zu bezeichnen. Sie verdienen größeres Lob, und es wäre gut für die Weltmeisterschaft insgesamt, wenn andere Länder sich ein Beispiel nähmen und der Angriffslust nacheiferten.”
The Sun: “Deutschland setzt die WM in Brand und erteilt eine richtige Fußball-Lektion. Joachim Löws Elf zeigte allen, wie das Spiel gespielt werden sollte. Das machte für England-Fans ein leidvolles Wochenende perfekt: Erst schafften wir es nicht, die USA zu schlagen, dann mussten wir zusehen, wie der alte Feind unsere Kumpels von “Down Under” auseinandernahm. Können wir bitte das Turnier noch einmal von vorn anfangen, Herr Blatter?”
The Mirror: “Deutschland begann die WM in typisch gnadenloser Art.”
Daily Mail: “Lukas Podolski sorgt bei Deutschlands Spaziergang für die Zündung, aufgepasst, England, Deutschland wartet. Joachim Löws junge, weitgehend unerfahrene Mannschaft galt vorher nicht als Titelanwärter in Südafrika, aber dieser furchteinflößende Auftritt dürfte zu hastigen Revisionen dieser Ansicht führen.”
ARGENTINIEN:
Clarín: “Deutschland liquidiert schwache Australier. Bei der WM lassen die Teutonen die Tarnung fallen und sind mit einem Spiel, das nicht unbedingt begeistert, aber sehr effektiv ist, plötzlich ein Kandidat für den Weltmeistertitel.”
BRASILIEN:
O Globo: “Jünger, offensiver, vertrauter mit dem Ball. Es ist noch früh und Australien ist keine große Sache, aber es liegt der Eindruck in der Luft, dass ein neues Deutschland auftaucht: So fähig und mit einem schönen Fußballspiel, das nicht gesehen wurde seit dem letzen Titel 1990 mit Matthäus und Klinsmann.”
Lance!: “Deutschland hat gewonnen, überzeugt und gezeigt, dass es zur Gruppe der Favoriten auf den WM-Titel gehört. Es ist gut, Deutschland im Auge zu behalten.”
Estado de São Paulo: “Endlich hat einer der Titel-Favoriten einen überzeugenden Sieg erreicht.”
Folha de São Paulo: “Deutschland trifft und beginnt den Rivalen schon Angst zu machen.”
SERBIEN:
Danas: “Deutsche Lektion für die Kängurus.”
Blic: “Panzer erniedrigen Australien - Deutsche Maschine.”
Press: “Mächtige Panzer zeigen das bisher beste Spiel der WM.”
Irgendwie sind die afrikanischen Vuvuzelas schon cool, aber beim Fernsehschauen kann das doch irgenwann ganz schön nerven. In Deutschland sind die Tröten bei Public Viewing mittlerweile verboten. Und weil das “Dauertröten” schon vielen auf den Senkel geht, gibts natürlich, eigentlich eh klar, schon einen Song gegen diese Uwesela.
Meine Meinung: weniger ist mehr!
Am gestrigen Freitag machten wir uns voller Erwartungen frühzeitig auf Richtung Soccer City, um einem möglichen Verkehrschaos aus dem weg zu gehen.
Um 7:30 Uhr fuhr die internationale Besatzung unserer aktuellen „WM-WG“ (6 Bayern, 1 Australier und 1 Pakistaner) mit 2 Autos und 2 einheimischen Fahrern nach Johannesburg. Die Fahrt führte entlang von Town Ships durch das hügelige Johannesburg. Auf einem kleinen Flughafen holten wir noch Klaus ab, der in Kapstadt wohnt und dann gegen Ende unseres Trips unser Homestay dort sein wird.
Ohne größeres Verkehrschaos gelangten wir an der Soccer City an. Ein beeindruckendes Bauwerk, welches auch mit ca. 85.000 Besuchern ausverkauft war.

Schnell merkten wir aber, dass die Sonne in Johannesburg noch nicht richtig wach war und uns ein laues Lüftchen uns um die Ohren wehte. Nach einem Kaffee an einer nahegelegenen Tankstelle machten wir uns auf, um so kurz vor Mittag im Stadion zu sein. Die Zeit bis zur Eröffnungsfeier verkürzten wir uns mit „Budweiser“ und lernten auch Daniels Internetbekanntschaften aus Mexiko kennen. Wer Mexikaner kennt, weiß, dass die trinken können!
Die Eröffnungsfeier begann beeindruckend mit tieffliegenden Flugzeugen der Luftwaffe Südafrikas. Die farbenfrohe Feier nahmen wir allerdings nur am Rande war, da wir uns prächtig mit den Mexikanern verstanden.
Was seit dem Morgen auch in unserer Heimat Pecanwood hörbar war, sind die „Vuvuzella’s“. Es gehört einfach zur WM hier in Afrika dazu. Leider waren wir nicht so schlau und hatten uns ohrenschützendes Material mitgenommen. Egal. Die Fans waren wie 2006 in Deutschland alle ausgestattet mit Trikots, Kappen, Hüten, Mützen und anderen ausgefallenen Utensilien in den Farben gelb und grün.
Es ist einfach eine andere Art, Fußball anzusehen bzw. seine Mannschaft zu unterstützen. Unser Platz war unmittelbar bei den Einheimischen hinter dem Tor. Alle Afrikaner waren wirklich sehr freundlich und wie das ganze Land ist voller Euphorie.
So tat es dem Auftaktmatch natürlich gut, dass Südafrika die Führung erzielte. Die Mexikaner waren zwar zu Beginn des Spieles besser, doch mit vereinten Kräften wurde auf „unser“ Tor ein wunderschöner Treffer erzielt. Der Jubel der Fans war unbeschreiblich. Der Ausgleich trübte die Stimmung nur kurz. „BafanaBafana“-Rufe der Einheimischen halfen leider nicht den Ball zur nochmaligen Führung ins Tor zu tragen. Ein Pfostenschuss, mehr war leider nicht mehr.
Nach dem Spiel haben wir als einer der Letzten das Stadion verlassen. Unsere Fahrer holten uns dann auch an der Tankstelle wieder ab. Die Temperaturen sanken mit der Dunkelheit wieder in den Keller, so dass ich meine erworbene Mütze gerne aufgesetzt habe. Mit „Vuvuzella“ kostete sie ca. fünf Euro.
Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in unsere „Stammkneipe“, welche von einem Schweizer geführt wurde. Während wir auf unser Essen warteten, teilte uns der Wirt mit, dass seine männlichen Arbeiter alle betrunken bereits ins Bett geschickt wurden. Sie feierten den Auftakt der Bafana Elf wohl zu intensiv. Trotzdem schmeckte das Essen wie gestern bereits sehr gut!
Der heutige Tag wird ein Teil unserer Crew eher ruhig angehen. Der andere Teil wird ins nahegelegene Rustenburg am Abend England gegen USA anschauen.
Daniel und ich joggten sogar eine kleine Rund um den Golfplatz heute. Das Wetter ist angenehm. Sonnenschein und gute 23 Grad.
Für meinen Teil fuhr ich zum ersten mal bei Linksverkehr in ein ca. 20 km entferntes Einkaufszentrum.
So, jetzt wird dann der Grill angeheizt und die beiden kommenden Spiele im TV angeschaut.
Dies war wieder ein kleiner Bericht aus dem WM-Land. Morgen früh geht’s dann ins ca. 500 km entfernte Durban an die Küste runter, um den Auftakt unserer DFB-Elf zu verfolgen.
„Bafana Bafana“
Ein erstes herzliches Grüß Gott aus dem Land der Fußballweltmeisterschaft 2010 Südafrika. Wir sind gut angekommen am Flughafen Johannesburg nach dem planmäßigen Zwischenstopp in Cairo. Dieser Flieger aus Ägypten brauchte am frühen Do. Morgen Fußball-Fans aus allen Herren Ländern in das Nelson Mandela Land.

Dort angekommen wurde man am Flughafen bereits von zahlreichen Vuvuzella’s empfangen. Dies soll ein Vorgeschmack werden auf das Spektakel, welches ab morgen zum ersten mal in Afrika stattfindet. Das ganze Land hier ist voller Euphorie. An jeder Ecke möchten sie dir eines der Lärmgeräte, Fahnen und weitere Fanartikel andrehen. Es gibt fast keinen, der sich dem WM-Fieber hier in Johannesburg und Umgebung entziehen kann.
Wie verlief der Tag sonst so bis jetzt? Nach einer kurzen Nacht im Flieger nahen wir unser Gepäck vollzählig in Empfang, machten uns auf Geld abzuheben und Handy-Sim Karten zu ordern. Den Mietwagen noch abgeholt und los ging es entlang von Town-Ships zu einem ersten Bier-Stop in einer der Moll’s. Da wir mit Egyt-Air geflogen sind, war Alk-Verbot angesagt.
Im Anschluss ging es zum ersten Quartier (ca. 20 min. entfernt vom DFB-Team) „Peacenwood“. Kurze Erkundung und Einkaufen standen bis jetzt auf dem Plan.
Mittlerweile ist es hier bereits dunkel und die Temperaturen sinken in den Keller.
Jetzt geht es noch zum Spareibs Essen und dann ab ins Bett, zur Vorbereitung auf den ersten WM Tag.
Schöne Grüße in die Heimat, bis die Tage!!
Endlich steht der große FC Bayern München wieder im Finale der Champions League und das, wenn man die letzten Spiel gesehen hat, völlig zur Recht! Die Vorfreude auf das mögliche Triple ist natürlich riesengroß und im Internet findet man Bilder, Videos und Lieder die auf das Finale einstimmen. Was natürlich nicht fehlen darf, ist das Kultlied der Atzen. Bei Radio Gong bzw. Youtube gibt es eine leicht abgewandelte Version von “Hey das geht ab!”
Hier viel Spaß beim reinhören:
Was auch klar ist, dass Freunde von pfaefftown.de wieder den großen FC Bayern München unterstüzten. Manche sind 2001 sogar mit nach Mailand ins Finale gefahren. Leider sind dieses Jahr keine Leute von uns in Madrid dabei, trotzdem werden wir uns zusammenschließen und gemeinsam das Endspiel anschauen. Also am Samstag zum Finale mit Trikots, Schals und sonstigen Fanartikeln ab zum FSV-Vereinsheim zum gemeinsamen Fußballschauen!



Andi Görlitz hat mit seiner Band auch ein Lied fürs Finale aufgenommen: