Südafrika präsentierte sich zum Auftakt wunderbar – Auftaktsieg verschenkt
Am gestrigen Freitag machten wir uns voller Erwartungen frühzeitig auf Richtung Soccer City, um einem möglichen Verkehrschaos aus dem weg zu gehen.
Um 7:30 Uhr fuhr die internationale Besatzung unserer aktuellen „WM-WG“ (6 Bayern, 1 Australier und 1 Pakistaner) mit 2 Autos und 2 einheimischen Fahrern nach Johannesburg. Die Fahrt führte entlang von Town Ships durch das hügelige Johannesburg. Auf einem kleinen Flughafen holten wir noch Klaus ab, der in Kapstadt wohnt und dann gegen Ende unseres Trips unser Homestay dort sein wird.
Ohne größeres Verkehrschaos gelangten wir an der Soccer City an. Ein beeindruckendes Bauwerk, welches auch mit ca. 85.000 Besuchern ausverkauft war.

Schnell merkten wir aber, dass die Sonne in Johannesburg noch nicht richtig wach war und uns ein laues Lüftchen uns um die Ohren wehte. Nach einem Kaffee an einer nahegelegenen Tankstelle machten wir uns auf, um so kurz vor Mittag im Stadion zu sein. Die Zeit bis zur Eröffnungsfeier verkürzten wir uns mit „Budweiser“ und lernten auch Daniels Internetbekanntschaften aus Mexiko kennen. Wer Mexikaner kennt, weiß, dass die trinken können!
Die Eröffnungsfeier begann beeindruckend mit tieffliegenden Flugzeugen der Luftwaffe Südafrikas. Die farbenfrohe Feier nahmen wir allerdings nur am Rande war, da wir uns prächtig mit den Mexikanern verstanden.
Was seit dem Morgen auch in unserer Heimat Pecanwood hörbar war, sind die „Vuvuzella’s“. Es gehört einfach zur WM hier in Afrika dazu. Leider waren wir nicht so schlau und hatten uns ohrenschützendes Material mitgenommen. Egal. Die Fans waren wie 2006 in Deutschland alle ausgestattet mit Trikots, Kappen, Hüten, Mützen und anderen ausgefallenen Utensilien in den Farben gelb und grün.
Es ist einfach eine andere Art, Fußball anzusehen bzw. seine Mannschaft zu unterstützen. Unser Platz war unmittelbar bei den Einheimischen hinter dem Tor. Alle Afrikaner waren wirklich sehr freundlich und wie das ganze Land ist voller Euphorie.
So tat es dem Auftaktmatch natürlich gut, dass Südafrika die Führung erzielte. Die Mexikaner waren zwar zu Beginn des Spieles besser, doch mit vereinten Kräften wurde auf „unser“ Tor ein wunderschöner Treffer erzielt. Der Jubel der Fans war unbeschreiblich. Der Ausgleich trübte die Stimmung nur kurz. „BafanaBafana“-Rufe der Einheimischen halfen leider nicht den Ball zur nochmaligen Führung ins Tor zu tragen. Ein Pfostenschuss, mehr war leider nicht mehr.
Nach dem Spiel haben wir als einer der Letzten das Stadion verlassen. Unsere Fahrer holten uns dann auch an der Tankstelle wieder ab. Die Temperaturen sanken mit der Dunkelheit wieder in den Keller, so dass ich meine erworbene Mütze gerne aufgesetzt habe. Mit „Vuvuzella“ kostete sie ca. fünf Euro.
Auf dem Rückweg machten wir noch Halt in unsere „Stammkneipe“, welche von einem Schweizer geführt wurde. Während wir auf unser Essen warteten, teilte uns der Wirt mit, dass seine männlichen Arbeiter alle betrunken bereits ins Bett geschickt wurden. Sie feierten den Auftakt der Bafana Elf wohl zu intensiv. Trotzdem schmeckte das Essen wie gestern bereits sehr gut!
Der heutige Tag wird ein Teil unserer Crew eher ruhig angehen. Der andere Teil wird ins nahegelegene Rustenburg am Abend England gegen USA anschauen.
Daniel und ich joggten sogar eine kleine Rund um den Golfplatz heute. Das Wetter ist angenehm. Sonnenschein und gute 23 Grad.
Für meinen Teil fuhr ich zum ersten mal bei Linksverkehr in ein ca. 20 km entferntes Einkaufszentrum.
So, jetzt wird dann der Grill angeheizt und die beiden kommenden Spiele im TV angeschaut.
Dies war wieder ein kleiner Bericht aus dem WM-Land. Morgen früh geht’s dann ins ca. 500 km entfernte Durban an die Küste runter, um den Auftakt unserer DFB-Elf zu verfolgen.
„Bafana Bafana“











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